Zahnrad, oder: Von der Maschinerie

Deine Hände zittern schwer
in diesem übergroßen Meer
aus Menschen und den Händen,
diese Arbeit an den Wänden,
die hier stehen und du baust
und du an deine Taten glaubst.
Damit es ausreicht um zu Leben
– Es ausreicht was dir wird gegeben?

Dein Körper wird zerstört
und deine Seele ist empört,
doch das Geld es wird gebraucht
und das Geld wird dir geraubt.
So wirst du nun verschwendet
und bevor man es beendet,
wirst du letztlich noch zerrissen
und zu all den anderen geschmissen.

Echo vom                   05.11.2013

Du – Dein – Ich

Die müde Welt streckt nach der letzten Sonnenstund‘,
ihre Adern aus und gibt es jedem Kund;
dass alles schläft, nur nicht du;
dass alles fließt, nur wozu?

Die Ähren rauschen und die Grillen singen,
du starrst sie an mit leeren Schwingen,
verloren hast du das Gefühl für Zeit und Raum,
doch hast gewonnen diesen endlos‘ Traum.

Welcher dir zeigte was keiner weiß
und lies dich dann zurück in Schnee und Eis,
verloren in dir selbst, an deiner eigenen Grenze,
über die du dich nicht wagst und führst nun als Letzter.

Dein Wachtraum geht und die neue Sonne zieht dich zurück,
weitere Fragen bleiben offen, doch du löst sie Stück für Stück,
um es doch einmal zu schaffen, über die Grenze zu schreiten;
um dich zu verstehen und um dir einen neuen Weg zu zeigen.

Echo vom                   24.08.2010

Auflehnen

Ein Sturm zieht auf,
gegen das Angesicht der Zeit,
zweifelnd handelt es
und streckt sich weit.

Geboren in der Ewigkeit
und dahin zurückwatend,
hindert der Sturm sie daran
sich an uns zu erlaben.

Der Wind verteilt Schläge,
welche in die Leere gehen,
ungespürt und unbemerkt
wird der Lauf sie doch sehen.

Das Auflehnen wird sinnlos sein,
denn es braucht nur Zeit bis es weicht
und wir wissen auch,
dass die Kraft, die Zeit zu besiegen, uns niemals erreicht!

Echo vom                    02.09.2010

Familiär

Die Stunden, dieser Tage;
In deinen Worten schmilzt dahin
die Minuten dieser Stunden,
werden vergehen ohne Sinn.

An der Linken deiner Mutter
und der Sprache dieser Zeit,
geht dein Vater an der Seite
deiner Schwester nicht mehr weit:
An der Zwietracht nun vorbei
und den Händen an der Kehle,
vergehen deine Taten -
wie ich es dir erzähle -
sich erneut an sich selbst,
an deiner Mutter, deiner Schwester,
schlägt von nun an die Faust
deines Vaters immer fester.

Echo vom                    28.10.2013

Tränenhast

Aller Augen Sein
brechen aus in einem Schrei’n,
lassen gedeihen in der Hand,
der läst’gen Wut entbrand.

Speit furchtbar mir entgegen,
dass stets bestehende Streben
zu verändern und zu formen,
zu zerstören diese Normen,
die mir sagen, was sind Tränen
und was sie stets erwähnen.

Die Gefühle, die verbunden
und die Gefühle die verschwunden.
Mit den Tränen aus den Augen
und auch die selbigen Glauben,
die genauso hier entweichen
und dich hoffentlich nun erreichen.

Echo vom                    27.10.2013

Sehnsucht II

Dem Nichts entgegen
renne ich vor dem Leben,
davon an den Rand,
zum unsichtbaren Sand
und malen in die braune Masse,
um daraus etwas zu fassen:
einen Mond von erhabener Gestalt,
welcher doch nie in dieser Nacht erhallt.

In diesem Gestirn verlier ich mich;
auf der Suche nach dem Licht;
in dem grellem meiner Hast
auf den Schultern, schwere Last,
steigt die Sonne vor mir auf
und meine Augen folgen ihrem Lauf,
um zu erkennen, dass was ich vermiss,
von Anfang an mein eigenes Licht ist.

Echo vom                    09.08.2010

Hetze

Der Sehnsucht Willen
will ich innerhalb binnen
der nächsten Tage,
meines Lebens beklagend,
mich selber richten,
rechtens gegen die Richter,
die im Himmel weilen –
in den ich auch schritt.
Streitsam nehm‘ ich Gott auch mit
zu dem Ort, den er erschuf,
meinen Namen er hier ruft.
Zum Beginn und auch zum Ende
an das ich mich erstmals wende.

Ich schreie es nun heraus,
aus der der Hülle, aus dem Graus,
der hiesigen Welt,
die nun lautstark hier erschellt.

Schallt mir nichts als Gelächter hier entgegen –
Gott wird sich doch nie erheben.

Echo vom                    21.08.2013