Tränenhast

Aller Augen Sein
brechen aus in einem Schrei’n,
lassen gedeihen in der Hand,
der läst’gen Wut entbrand.

Speit furchtbar mir entgegen,
dass stets bestehende Streben
zu verändern und zu formen,
zu zerstören diese Normen,
die mir sagen, was sind Tränen
und was sie stets erwähnen.

Die Gefühle, die verbunden
und die Gefühle die verschwunden.
Mit den Tränen aus den Augen
und auch die selbigen Glauben,
die genauso hier entweichen
und dich hoffentlich nun erreichen.

Echo vom                    27.10.2013

Sehnsucht II

Dem Nichts entgegen
renne ich vor dem Leben,
davon an den Rand,
zum unsichtbaren Sand
und malen in die braune Masse,
um daraus etwas zu fassen:
einen Mond von erhabener Gestalt,
welcher doch nie in dieser Nacht erhallt.

In diesem Gestirn verlier ich mich;
auf der Suche nach dem Licht;
in dem grellem meiner Hast
auf den Schultern, schwere Last,
steigt die Sonne vor mir auf
und meine Augen folgen ihrem Lauf,
um zu erkennen, dass was ich vermiss,
von Anfang an mein eigenes Licht ist.

Echo vom                    09.08.2010

Hetze

Der Sehnsucht Willen
will ich innerhalb binnen
der nächsten Tage,
meines Lebens beklagend,
mich selber richten,
rechtens gegen die Richter,
die im Himmel weilen –
in den ich auch schritt.
Streitsam nehm‘ ich Gott auch mit
zu dem Ort, den er erschuf,
meinen Namen er hier ruft.
Zum Beginn und auch zum Ende
an das ich mich erstmals wende.

Ich schreie es nun heraus,
aus der der Hülle, aus dem Graus,
der hiesigen Welt,
die nun lautstark hier erschellt.

Schallt mir nichts als Gelächter hier entgegen –
Gott wird sich doch nie erheben.

Echo vom                    21.08.2013

Gedankengut – Stetigkeit

Was sind die Tage, sind die Stunden, die vergehen ohne Sinn.
Wo sind die Taten, wo das Leben, wo die Stimme in mir drin,
die mir sagte, was ich fühlte; die mir versprach, sie sei stets da.
Wurde sie mir auch geraubt? Wie es die Zeit tat, Jahr für Jahr.

Echo vom                  07.10.2012

Gewaltsam

Es blutet, es dampft,
in den Schnee, nach dem Kampf
in dem Leben, vor dem Tod,
wird das Weiß nun zum Rot.

Der Atem, er erlischt.
Die Person, Sie sticht
erneut in mich hinein
und erstickt dabei mein schreien.

Meine Augen, sie sind leer,
mein Körper will nicht mehr,
will nicht sehen was geschieht,
sehen, wie Sie mich ansieht.

Nun lässt Sie von mir ab,
steht auf und blickt auf mich herab,
lässt mich liegen, als unbekleidete bleiche,
nicht tote, innerlich zerstörte Leiche.

Echo vom                    18.01.2013

Gedankengut XV

Ein Pfad in einem verkommenen Schein
Wer wirst du auf diesem Wege sein?
Abseits vom alten Gut und Schlecht
stürzt du dich in das nie geschlagene Gefecht

Und doch hältst du dich noch immer an dem fest
was dich verschlingt wie ein Leben voller Pest -

Echo vom                  22.08.2011

Herz

Schatten in den Augen,
die Zeichen der Nacht,
hält er still und leise
seine ewige Wacht.

Das Dunkle der Zeit
liegt am Firmament,
suchend schaut er hinauf
und findet was niemand kennt.

Schwarze Schleier
belegen das Licht,
wandernd blickt er danach
und es zeigt ihm sich.

Badend im Weiß,
der Schein des neuen Mondes,
das Graue, er heult,
mit dem Herz eines Wolfes.

Echo vom                    19.07.2010

Aller

Die Leben, wir vernichten
die Leben über die wir richten.
Die Taten, wir vergessen
die Taten, die wir bemessen
und die Stunden, wir verschweigen
die Stunden, die unser eigen.

Unser Leiden, wir ertragen
unser Leiden, wenn wir andere beladen.
Unsere Mitmenschen, wir beneiden
unsere Mitmenschen, da sie weniger leiden
und die Stimmen, wir hören
die Stimmen, die Böses beschwören.

Echo vom                    14.03.2013