Traum I

Meine Schatten, sie tanzen.
Im Schutze der Nacht,
verliert sich mein Wille
und tief in mir erwacht –

Was jemand anderes entfachte
und nur sie konnte stillen.
So nahm ich ihre Hand
und sie beugte sich dem Willen.

Sie zog mich an sich heran
und ihr Kopf fiel zu Tale.
Ihr war es gleich,
was ich nun dafür zahle.

In einem Schrank versteckt,
frönten wir zusammen,
von Lust getrieben –
Wir mein eigen Ich zerschrammten.

So fiel ich tief herab
an nichts weiter denkend,
dass mein Wille ist zu schwach
und die Begierde mich nun lenkte.

Echo vom                   22.08.2013

Traum II

Eine Frau die ich nicht kenne,
ein Gesicht von dem ich nichts weiß.
Wir liegen schwitzend bei einander
im abendlichen Sonnenschweif.

Einen Arm um sie gelegt
in dem saftig grünen Gras,
erzählte ich von den Dingen,
die ich oftmals sonst vergaß.

Ich sprach über meine Liebe
und den Gefühlen tief in mir,
auch über die nun erkeimten Gedanken
und diese galten einzigst ihr.

Doch ich erklärte meine Zweifel
an dem was jetzt noch ist
und bat sie um Verständnis
für meinen innerlichen Zwist.

Denn sie hatte noch zu warten
und ich noch zu klären,
was ich hier und für immer
wahrhaftig nur begehre.

Echo vom                   22.08.2013

Zahnrad, oder: Von der Maschinerie

Deine Hände zittern schwer
in diesem übergroßen Meer
aus Menschen und den Händen,
diese Arbeit an den Wänden,
die hier stehen und du baust
und du an deine Taten glaubst.
Damit es ausreicht um zu Leben
- Es ausreicht was dir wird gegeben?

Dein Körper wird zerstört
und deine Seele ist empört,
doch das Geld es wird gebraucht
und das Geld wird dir geraubt.
So wirst du nun verschwendet
und bevor man es beendet,
wirst du letztlich noch zerrissen
und zu all den anderen geschmissen.

Echo vom                   05.11.2013

Du – Dein – Ich

Die müde Welt streckt nach der letzten Sonnenstund‘,
ihre Adern aus und gibt es jedem Kund;
dass alles schläft, nur nicht du;
dass alles fließt, nur wozu?

Die Ähren rauschen und die Grillen singen,
du starrst sie an mit leeren Schwingen,
verloren hast du das Gefühl für Zeit und Raum,
doch hast gewonnen diesen endlos‘ Traum.

Welcher dir zeigte was keiner weiß
und lies dich dann zurück in Schnee und Eis,
verloren in dir selbst, an deiner eigenen Grenze,
über die du dich nicht wagst und führst nun als Letzter.

Dein Wachtraum geht und die neue Sonne zieht dich zurück,
weitere Fragen bleiben offen, doch du löst sie Stück für Stück,
um es doch einmal zu schaffen, über die Grenze zu schreiten;
um dich zu verstehen und um dir einen neuen Weg zu zeigen.

Echo vom                   24.08.2010